März-Veilchen

Auch Duftendes Veilchen und im schwäbischen Volksmund  „Veigele“ genannt.
Blütezeit: März-Mai / August-September

März Veilchen (8)Das Veilchen war dem griechischen Wald- und Weidegott Pan geweiht und auch zu Ehren des Saturnus, des römischen Saatgottes, wurden Veilchenkränze auf dem Kopf getragen. Hippokrates setzte das Veilchen bei Sehstörung, Melancholie und Kopfschmerzen ein. Heute wird das Veilchen hauptsächlich bei Atemwegserkrankungen verwendet.

Heilwirkung: abschwellend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend
Anwendungsgebiete: Bronchitis, Husten, Reizhusten, Halsentzündung, Fieber, Rheuma, Gicht, Nieren- und Blasenentzündung, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Hautkrankheiten
Anwendungsart: Tee (innerlich und äußerlich)
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut, Wurzel

Kräuterküche:

Veilchen-Essig
2 Handvoll duftende Blüten 10-14 Tage lang in ½ l gutem Weißweinessig ziehen lassen. Schon nach wenigen Stunden erhält der Essig eine schöne violette Farbe. Danach den Essig filtrieren und abfüllen.

Frühlings-Glühwein
2 Handvoll frische Blüten mit einer Flasche gutem Weißwein übergießen und in einem Kochtopf bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen. Den Topf vom Herd nehmen und den Glühwein zugedeckt 10 Min ziehen lassen. Sofern es bei einem Gläschen bleibt (!), sorgt dieser Glühwein für einen klaren Kopf.

Zum Schluss noch ein altbekannter Spruch aus dem Poesiealbum:

Blüheauf wie das Veilchen im Moose,

einfach, bescheiden und rein

und nicht wie die stolze Rose,

die immer bewundert will sein.

Veilchen 2